Die Rande

Randen können einen an den Rand des Wahnsinns treiben, wenn sie wiedermal die Kleider und die gesamte Küche rot eingefärbt haben. Ihren Namen haben sie aber nicht daher, denn die Bezeichnung „Rande“ ist ein Helvetismus, abgeleitet vom Mittelhochdeutschen Wort rābe (daraus hat sich auch die Rübe entwickelt). Im Bayerischen wird sie Rana genannt, im Standartdeutschen hingegen ist sie bekannt als Rote Bete. Das Wort Bete – oder auch Beete geschrieben – kommt vom lateinischen beta (so nannten die Römer dieses Gemüse) und auch die Engländer nennen sie heute noch Beetroot.

Doch egal wie man sie nennt, gesund ist sie immer – roh oder gekocht. Die Rande ist ein nahrhaftes Gemüse, reich an Kohlenhydraten und Nahrungsfasern. Ausserdem enthält sie viel Kalium. Dieses wirkt im Körper entwässernd. Die Rande liefert auch Magnesium, Phosphor und die Vitamine B2, B6, C und E. Es gibt also viele gute Gründe, dieses Gemüse in den Speiseplan zu integrieren.

2.1.1 Ernährung_Rande mit Saftglas

Die rote Farbe erhält die Rande wegen ihrer hohen Konzentration an Betanin. Randensaft wird als natürliche Lebensmittelfarbe beispielsweise im Erdbeerjoghurt verwendet. Es sind aber gar nicht alle Randen rot, es gibt sie auch in rot-weiss geringelt, in gelb und in weiss.

Ursprünglich stammt dieses Gemüse aus dem Mittelmeerraum (was du nun anhand des im oberen Abschnitt neu erworbenen Wissens über die Wortherkunft der Rande bestätigen kannst! Sonst hätten die Römer ja gar keine Bezeichnung dafür gehabt). Die Rande wird aber heute bekannterweise auch in unseren Breitengraden angepflanzt. Ihre Saison dauert von August bis April. Ihre grünen Blätter können wie Spinat zubereitet verspeist werden. Die Knollen lassen sich lange lagern und eingemacht in Essig sind sie das ganze Jahr über halt- und geniessbar.




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