Die Beauty-Blogger-Ära

Die Zeiten, in denen man ziellos in der Kosmetikabteilung des Warenhauses umherirrte, sich beide Handoberflächen wild in allen Lippenstiftfarben probehalber anmalte und vom geschulten Personal verführt wurde, kiloweise Puder und Cremes zu kaufen, sind vorbei. Und zwar schon seit ein paar Jahren. Denn seit es – dem Internet sei Dank – so einfach geworden ist, seine Meinungen und Ansichten zu teilen, steht uns ein virtuelles Meer an besten Freundinnen und guten Kumpels zur Seite. Die haben alles schon ausprobiert, bewertet und in wunderschöne Blogs oder lustige Videobeiträge verpackt.

Angefangen hat es mit WordPress und anderen Anbietern von kostenlosen Internet-Plattformen. Somit war es auch jungen Leuten möglich, eine Website zu kreieren. Das bekannteste Phänomen sind die Blogs. Eine Art öffentliches Journal oder auch Tagebuch, in dem Gedanken, Kommentare und Ansichten geteilt werden. Mit Youtube hat sich das ganze noch ausgeweitet und professionalisiert: Denn Youtube stellt nicht nur eine Plattform, sondern bietet jungen, vielversprechenden Talenten auch noch Aufnahmestudios und übernimmt Beratungsfunktionen, organisiert Treffen, verleiht Preise und bringt vor allem Werbekunden. Die populärsten englischen Youtuber verdienen bis zu 20’000 £, also umgerechnet 30’000 Franken pro Monat damit, dass sie Werbeeinblendungen vor ihren Videoclips zulassen. Die erfolgreichsten unter ihnen haben bis zu 26 Millionen Abonnenten und Videos, welche bis zu 11 Millionen mal angeschaut werden.

Es gibt verschiedenste Arten von Subgenres, welche die Youtuber selber kreiert haben. Einerseits existieren die klassischen Beauty-Reviews, in denen getestete Produkte kommentiert werden. Zu diesem Zweck werden meist von unzähligen Firmen Müsterchen und Geschenke zugesandt. Der Trick hierbei ist aber, dass die Youtuber stets authentisch wirken und auch mal offen zugeben, dass ihnen etwas überhaupt nicht gefällt. Bei so vielen Zuschauern kann man sich den Einfluss, welchen sie auf die Kosmetikindustrie besitzen, leicht ausrechnen. Es wird darum viel investiert, um die jungen Kritiker bei Laune zu halten. Auch mit Spezial-Anlässen, für welche die Blogger zum Beispiel nach Frankreich für ein Frühstück im Rosengarten mit anschliessender Parfum-Beschnupperung eingeflogen werden. Als Zuschauer ist man da natürlich auch mit dabei, denn es wird alles gefilmt.

Es gibt auch Schweizer Beauty-Blogger. Wer Lust hat, sich inspirieren zu lassen, geht am besten selber auf die Suche nach bevorzugten Youtubern. Denn es gibt alles: Von jungen Mädchen bis zu professionellen Make-Up Artists – und genau so viele Männer, die Tipps und Tricks über alle möglichen Themen liefern.

Die populärsten Kanäle sind übrigens die der Gamer, bei denen man zuschauen kann, wie Computerspiele gespielt werden. Klingt verrückt, ist aber sehr unterhaltsam und entspannend.

Wer total verloren ist, für den gibt es hier eine kleine Starthilfe von wo aus man dann selber weiter suchen kann.

Man beginne mit Zoella https://www.youtube.com/user/zoella280390. Eine der englischen Beauty-Grössen. Dasselbe aus männlicher Sicht bekommt man von PointlessBlog https://www.youtube.com/user/PointlessBlog. Übrigens im richtigen Leben der Freund der Erstgenannten. Dann kann man weiter entweder zu weiteren Frauen wie Tanya Burr https://www.youtube.com/user/pixi2woo oder Essie Button https://www.youtube.com/user/essiebutton.

Man könnte «in die Schweiz schauen», beispielsweise zu Julia Graf, oder https://www.youtube.com/channel/UCSJV5gLr4OclLIxD6Z9XwBA/featured oder man geht direkt zu den Grossen nach Amerika, zum Beispiel zu Joey Graceffa https://www.youtube.com/user/JoeyGraceffa. Und von dort aus stehen einem hunderte von Stunden sinnvoller und sinnfreier Unterhaltung zur Verfügung.

3_5_4 Schminke Farben




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