Misfit-Models – Alex Minsky & Viktoria Modesta

Noch nie war die Definition von Schönheit so weit gefasst wie heute. Modedesigner wollen die Grenzen austesten und suchen Models mit einem gewissen It-Faktor. Etwas, was sie aussergewöhnlich und zum Blickfang macht. Ausserdem werden immer mehr die Geschichten hinter den Menschen gleich mitvermarktet.

 

Einer dieser speziellen Menschen, die den Schritt ins Modebusiness geschafft haben, ist Alex Minsky. Er ist durchtrainiert, hat breite Schultern und ein Sixpack. Heute ist er u.a. als Unterwäschemodel tätig – doch vor ein paar Jahren sah sein Arbeitsalltag noch ganz anders aus: Er war als Marine-Soldat in Afghanistan stationiert, wo er durch einen Sprengkörperunfall sein Bein verlor. Während 47 Tagen lag er im Koma. Danach musste er das Gehen mit einer Prothese neu erlernen. Kurz darauf starb sein kleiner Bruder an einer Überdosis. Alex Minsky begann zu trinken und fiel in eine Depression. Doch durch Sport konnte er sich neu motivieren. Er begann, täglich zu trainieren, wurde muskulöser und schliesslich von einem Modelscout entdeckt. Heute verdient er seinen Lebensunterhalt mit Foto-Shootings.

 

 

Minsky ist jedoch nicht das einzige Model mit Prothese. Dieses Jahr liefen an der New York Fashion Week mehrere Models mit Gehbehinderungen. Eine Kollektion wurde von Models in Rollstühlen vorgeführt.

 

Der Trend, welcher von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern (wie beispielsweise von Lady Gaga) zelebriert wird, nennt sich bionic. Also eigentlich technische Hilfsmittel, welche menschliche Körperteile- oder Funktionen übernehmen. Also halb Mensch, halb Roboter. Zu sehen ist dieser Trend auch auf den Strassen, denn man sieht immer mehr Menschen mit Tattoos, die Arme oder Beine aussehen lassen, als seien zwischen den Muskeln Schrauben oder Stahlgelenke.

Der erste «bionische Popstar» (wie sie sich selber betitelt) ist Viktoria Modesta. Sie liess sich mit 20 Jahren aus medizinischen Gründen ihr Bein amputieren. In ihren Videoclips zeigt sie sich mit verschiedensten Beinprothesen, mal in Form einer leuchtenden Leuchtstoffröhre, mal als spitzes, schwarzes Objekt.

 

6_2_4_Beauty_Misfit Viktoria Modesta

 

Natürlich ist trotz Trend nicht zu vergessen, dass eine Amputation im Alltag der Betroffenen noch immer eine Behinderung darstellt und eine Prothese keinesfalls ein Fashion-Statement ist. Doch wenn durch Menschen wie Alex Minsky oder Viktoria Modesta mehr Toleranz und Offenheit erreicht werden, dann ist dies doch eine schöne Sache.




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