Es ist nicht alles gesund, was glänzt

Fanta und Cola sind out. Gerade bei Jugendlichen sind heute eher Energy-Drinks und bunte Getränke im schrillen Dosen-Design angesagt. Was man dabei in sich hineinkippt, ist alles andere als empfehlenswert. Es geht schon lange nicht mehr um eine schnelle Energiezufuhr – gefragt ist, was ankommt. In erster Linie sind Jugendliche die Adressaten der coolen Drinks – mittlerweile gibt es aber auch extra Produkte für Autofahrer wie «Full Speed» oder «Formel 1», Drinks für Computerfreaks, z. B. «Power Point» oder «CyBer» fürs Durchhaltevermögen beim nächtlichen Surfen im Internet. Die britische «Love bomb» soll die Libido auf Trab bringen, und was «Erektus» bewirken soll, kann sich jeder denken. Den Reiz des Verbotenen bieten «XTC» oder Hanf-Auszüge, allerdings ohne berauschende Wirkung.

 

Diese Modedrinks enthalten neben Koffein oft noch weitere Zutaten wie Taurin, zusätzlich liefern sie vor allem jede Menge Zucker oder Süssstoffe. Mit einem Zuckergehalt von rund elf Prozent unterscheiden sich die Drinks aber nicht von normalen Erfrischungsgetränken. Neben einem möglichst ausgefallenen Namen sorgen Pflanzenextrakte wie Mate oder Guarana sowie verschiedene Aroma- und Farbstoffe dafür, dass sich die Getränke voneinander unterscheiden. Das süss schmeckende Myo-Inositol, das sich ebenfalls oft auf der Zutatenliste findet, soll die Gedächtnisleistung und Fettverbrennung steigern. Die Substanz spielt eine Rolle als Membranbestandteil und kann vom Körper selbst gebildet werden. Zusätzliche Wirkungen auf den Stoffwechsel sind nicht bekannt.

 

Aufgepeppt werden Energy-Drinks zusätzlich mit Vitaminen, denn die Getränke sollen ja fit machen und die Leistung steigern. Einer der neusten «Energy-Shots» enthält 170 Prozent der empfohlenen Tagesdosis für Vitamin B6 und 140 Prozent der empfohlenen Vitamin-B12-Zufuhr in nur 60 Millilitern. Was derartige Konzentrationen für einen Sinn haben sollen, bleibt schleierhaft.

 

Die einzige bestätigte Wirkung bleibt also, dass sich der Zucker nebst vielen anderen negativen Einflüssen auch auf deine Figur und deine Zähne auswirkt. Einmal mehr empfiehlt sich also auch hier – nicht nur im Sinne der Schönheit – der Griff zu Wasser oder ungesüsstem Tee.

 

 




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