Man sollte sich das Leben nicht zu sehr versüssen

Fructose gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate und zählt ebenso wie Glucose (Traubenzucker) zu den sogenannten Einfachzuckern (Monosaccharide). Glucose ist der wichtigste Energielieferant des Körpers. Alle Körperzellen bevorzugen Glucose zur Energiegewinnung, daher gelangt sie auch weitaus schneller ins Blut als Fructose, die erst über Umwege zur Energieproduktion genutzt werden kann. Die Kombination aus Glucose und Fructose ist übrigens nichts anderes als unser altbekannter Haushaltszucker (Saccharose): Ein Zweifachzucker, der zu jeweils 50 Prozent aus den beiden Einfachzuckern Fructose und Glucose besteht. Reine Fructose ist doppelt so süss wie reine Glucose. Daher wird sie von der Lebensmittelindustrie besonders geliebt und grosszügig in Fertigprodukten aller Art eingesetzt.

 

Für den Abbau normaler Fructosemengen ist ein gesunder Organismus bestens ausgerüstet. Normal ist die Menge, welche in Früchten und Gemüsen enthalten ist und in etwa von unseren Vorfahren in der Steinzeit verzehrt bzw. gefunden werden konnte. Gelangen jedoch grosse Mengen Fructose aus Getränken, Fertiggerichten und Süsswaren – heute alles an jeder Ecke erhältlich – in den Körper, sind Probleme vorprogrammiert. Der Dünndarm ist mit einem Übermass an Fructose überfordert und kann sie nicht vollständig ans Blut weiter geben. So gelangt ein Teil der Fructose in den Dickdarm und wird für die dort ansässigen Bakterien ein regelrechtes Festmahl. Sie vermehren sich in Windeseile und produzieren gleichzeitig eine Menge Gase und Säuren. Viele Menschen bekommen dies in Form von Bauchweh, Blähungen oder Durchfall zu spüren.

Mit einfachen und leicht umsetzbaren Massnahmen kannst du Fructose in einem normalen Mass halten:

 

  • Haushaltszucker reduzieren
  • Fertigprodukte mit Fructose meiden
  • Fruchtsäfte und Süssgetränke nur sparsam trinken
  • Honig nur in kleinen Mengen verwenden
  • Agavendicksaft meiden
  • Trockenfrüchte in gemässigten Mengen verzehren

 

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