Die Weisheit deines Körpers

Probleme lösen wir am besten durch Kopfarbeit, Entscheidungen fällen wir im Optimalfall rational nachvollziehbar, richtig? Das trifft nicht für alles zu. Schon im 17. Jahrhundert sagte der Philosoph Joseph Joubert: «Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.» Ein Plädoyer dafür, einmal die Dinge nicht nur im Kopf und mit dem Verstand zu lösen, sondern unser Herz und unseren Körper als weisen Ratgeber zu befragen, was gut für uns ist.

 

Der Körper hat seine eigene Intelligenz (und sein eigenes Gedächtnis) und meldet uns, was er braucht. Nicht nur, wenn er Hunger hat oder Schlaf benötigt. Übe daher, dich genau wahrzunehmen. Spüre, was in deinem Körper vorgeht, wenn du etwas Kleines veränderst im Alltag. Unser Körper ist wie ein Wegweiser, sofern wir lernen auf ihn zu hören. Beim Erlernen des Hinhörens schaltest du am besten alle Störquellen aus. Baue einfach mal eine kleine Pause in deinen Tag ein, in der du vielleicht auch nur zehn Minuten einfach nichts tust. Kein Fernseher, kein Handy, keine Musik.

 

Das Bewusstsein über dich selbst fördern, kannst du auch bei anderen Dingen. Nimm z.B. einmal vor dem Essen wahr, worauf du wirklich Lust hast und wie du dich beim Essen fühlst. Hast du das Gefühl, etwas tut dir gut, teste es aus und höre auf deinen Körper. Der Körper hat ein ausgeklügeltes System, das dir mitteilen soll, wovon du mehr oder weniger in deinem Leben brauchst. Mit dem Einfluss der Medien, den Trends und all den Ratschlägen haben wir vergessen, auf unseren Körper zu hören. Was dir helfen kann, systematisch über dich und deine Bedürfnisse klarer zu werden, ist ein Notizbuch über Gefühle und Befinden. Mach dir Notizen – vom Essen über Freizeitaktivitäten bis hin zum Schlafen. Wenn du deine Empfindungen notierst, werden sie dir selber bewusster und vielleicht ist ein Muster erkennbar, was dir gut tut und was nicht.




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