Misfit-Model – Shaun Ross

Die Modeindustrie ist immer auf der Suche nach Neuem und Aussergewöhnlichem. Ob neue Schnitte, neue Muster oder eben auch neue Gesichter. Um aufzufallen wenden sich Designer mittlerweile immer häufiger ab von gängigen Schönheitsidealen und suchen Inspiration in den Menschen, die von der Gesellschaft bisher oft ausgeschlossen wurden, weil sie körperlich durch Krankheiten, Behinderungen, Zufall oder gewollt anders und dadurch meist auch auffällig sind. Ob dies nur eine momentane Erscheinung ist oder eine Revolution im Denken über Schönheit und Normalität bleibt noch zu entscheiden. Natürlich wird dadurch viel Aufmerksamkeit generiert, was sich schlussendlich für die Industrie in viel Geld äussert. Doch es wäre wünschenswert, wenn sich durch diesen Trend vielleicht auch etwas in den Köpfen der Menschen tut und so mehr Toleranz und Offenheit entstehen würde.

 

Ein Mensch, welcher es nicht ganz einfach hatte als Kind, ist Shaun Ross, heute 24 Jahre alt. Aufgewachsen ist er in der Bronx in New York. Er ist Afroamerikaner und hat Albinismus, was ihn von seiner Familie sowie von seinem Umfeld markant unterscheidet. Wer von Albinismus betroffen ist, produziert weniger oder gar kein Melanin, was bedeutet, dass Haut und Haare farblos beziehungsweise weiss sind. Die Augen sind meist hellblau bis fast rosa. Das Sehvermögen ist ausserdem oft beeinträchtigt und die Augen sehr lichtempfindlich. Wegen dem fehlenden Melanin müssen sie sich besonders gut vor der Sonne schützen, da die natürliche Hautschutzfunktion stark eingeschränkt ist.

 

Shaun Ross wurde als Tänzer entdeckt und konnte unter anderem in einem Videoclip der Sängerin Beyoncé mitwirken. Er läuft nun für zahlreiche Modelabels und ist das Gesicht der neuen Ford Kampagne mit dem Slogan «be unique» – sei einzigartig. Ausserdem ist er in der New Yorker Kunstszene tätig und engagiert sich für nicht-heteronormative Anliegen. Ein auffälliger Sonderling also, der viel Gutes und Spannendes tut und bei dem es sich durchaus lohnt, sein Tun noch weiter zu verfolgen.

 

Quelle: Facebook/shaunross

Quelle: Facebook/shaunross

 

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Quelle: Instagram/shaundross

 

 

 

 

 




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