Das Prinzip der Akzeptanz bei Meinungsverschiedenheiten

Streitest du dich manchmal mit deinem Partner, Mitarbeitern, Freunden oder Familienmitgliedern? Wenn ja, bist du der Ursache mal auf den Grund gegangen? Klar, ein Leben ohne Meinungsverschiedenheiten ist unmöglich, aber vielleicht sind wir alle einfach zu wenig kompromissbereit oder zu rechthaberisch, um Konflikte zu vermeiden? Zu allem Ja und Amen sagen, ist natürlich auch nicht richtig. Denn eine Meinung zu haben, ist etwas Persönliches, das jedem zusteht. Bevor wir aber versuchen, jemanden von der eigenen Ansicht zu überzeugen, sollten wir uns bewusst sein, dass jeder seine ganz eigene Sichtweise haben darf. Genauso wie wir unseren Standpunkt vertreten dürfen, sollen das andere auch können. Und in seiner Welt hat irgendwie jeder recht mit seiner Stellung zu den Dingen. Schliesslich sind wir alles Individuen, die selber denken können. Und das machen wir nun mal nicht alle gleich, weil wir nicht alle die selben Hintergründe wie z.B. die eigene Lebensgeschichte, die eigenen Erfahrungen und kulturellen Prägungen haben. Solche und andere Dinge beeinflussen unsere Standpunkte. Daher lohnt es sich bei Uneinigkeiten auch, den Kontrahenten danach zu fragen, wie er denn zu dieser Meinung kommt. Vielleicht verstehst du nach einer solchen Frage, weshalb er die Dinge anders sieht. Das heisst nun nicht, dass du seine Meinung deshalb gut heissen musst, aber es gibt dir die Chance, dass ihr über die Differenzen reden könnt und das gegenseitige Verständnis gefördert wird. Das erhöht auch die Chance, dass der Konflikt beigelegt werden kann. Allerdings heisst das nicht, dass du um jeden Preis Kompromisse eingehen sollst. Denn wenn du dich für etwas entscheidest und du davon überzeugt bist, dass es das Richtige für dich ist, gibt es keinen Grund, dich davon abbringen zu lassen oder dafür zu rechtfertigen. Erkläre in einem solchen Fall aber deinem Gegenüber, dass du dich nicht mehr bereit dazu erklärst, dich über deine und die andere Meinungen zu streiten. Damit nimmst du der ganzen Sache den Wind aus den Segeln. Gib zu erkennen, dass du die Ansicht des andern akzeptierst und die Meinung so stehen lässt und nicht auf einem Kreuzzug für deine persönliche Wahrheit unterwegs bist.




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