Das Rätsel zum Glücksgefühl

Wann hast du das letzte Mal ein Rätsel gelöst? War es beim Warten auf den Bus, beim Mitraten im Fernsehen oder am Spielabend mit Freunden? Rätsel faszinieren uns Menschen von einst bis heute. Keine Tageszeitung, kaum eine Zeitschrift und auch das TV-Programm kommen nicht ohne sie aus. Kreuzworträtsel, Sudokus, Wissensspiele und knifflige Aufgaben lösen, ist längst nicht mehr nur das banal wirkende Hobby von älteren Herrschaften oder Personen mit zu viel Zeit. Von Jung bis Alt werden Ergebnisse und Antworten gesucht.

 

Im Menschen steckt ein evolutionärer Drang, Erklärungen zu schaffen, Lösungen zu finden und so der Welt einen Sinn zu geben. Dieser Drang ist der Ursprung vieler Innovationen auf unserem Planeten, seit der Existenz des Menschen. Unser Gehirn hat die Tendenz, etwas Unvollständiges zu vervollständigen – ganz automatisch. Die Hirnaktivität ist einer von vielen wertvollen Gründen zum Rätseln. Je mehr wir unsere Synapsen und unsere graue Masse im Kopf nutzen, umso besser werden diese und umso länger bleiben sie uns erhalten. Zudem sorgt rätsellösen für Glücksgefühle, da wir uns freuen und mit der Lösung quasi belohnen, so dass die innere Spannung runter geht.

 

Ein weiteres Plus bietet Rätseln, weil es die Chance nach «Flow-Erfahrung» ermöglicht. Flow (engl. fliessen, rinnen, strömen) bezeichnet das Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit. Um dir dieses Gefühl zu ermöglichen, ist es wichtig, dass sich die Aufgaben an der Grenze der eigenen Fähigkeiten befinden. Das heisst herausfordernd, aber noch beherrschbar.

 

 




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