Der Sonne zu Ehren und dem Körper zum Wohl

Die Sonne geht jeden Morgen auf und jeden Abend unter und erfüllt mit ihrem Erscheinen lebenswichtige Aufgaben. Ohne das Sonnenlicht wäre ein Leben auf der Erde undenkbar. Nicht nur Pflanzen brauchen die Kraft der Sonne um zu wachsen. Auch Menschen sind vom Licht, der Energie und Wärme abhängig. Dem waren sich schon Völker und Kulturen lange vor unserer Zeit bewusst und widmeten der Sonne Gottheiten und Gebete. So entstand auch im Yoga der Sonnengruss, der ursprünglich früh morgens mit Blick zur Sonne praktiziert wurde. Damit sollte der Sonne als Kraft allen Ursprungs gedankt werden.

Mittlerweile wird der Sonnengruss unabhängig von der Tageszeit durchgeführt, da er fixer Bestandteil jeder Yogalektion ist. Der direkte Bezug zum Feuerball am Himmel ist in den Hintergrund gerückt. Vielmehr geschätzt werden die positiven Effekte auf unseren Körper und Geist.

  • Es findet eine Dehnung und Kräftigung von Bein-, Gesäss-, Rücken-, Bauch-, Brust- und Armmuskulatur statt.
  • Verspannungen im Nacken und Rücken werden gelöst.
  • Körpervorder- und Rückseite wird gleichermassen gestärkt und gedehnt.
  • Der ganze Körper wird durch die Sonnengruss-Abfolge aufgewärmt, alle Muskeln werden aktiviert.
  • Der Sonnengruss verhilft zu neuer Energie und bringt uns gleichzeitig zur Ruhe.
  • Meditation in Bewegung – durch bewusstes und achtsames Ausführen der einzelnen Asanas (Stellungen) beim Sonnengruss und der Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen Atemzug synchron zur Bewegung. Es bleibt kein Platz für andere Gedanken und der Geist kann sich entspannen.

 

Der Sonnengruss wird in seiner Urform jeden Morgen zwölf Mal wiederholt, da der Sonnengott zwölf Namen hat und so der Yogi mit Gesundheit, Vitalität und einem glücklichen Leben gesegnet wird. Die Übung besteht aus zwölf Bewegungen, die ineinander übergehen. Zum Lernen übe zunächst eine Stellung (Asana) nach der anderen. Dann versuche, den Atem mit den Bewegungen zu verbinden. Atme dabei sehr tief mit dem Bauch durch die Nase ein und aus. Du kannst die Übung abgesetzt üben oder sie als Anfang einer Yoga-Sitzung oder einem Training als Warm Up einbauen.

 




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