Friere dich gesund

Kaltes Wasser regt die Durchblutung an. Viele schwören auf den Schwumm in einem See oder Fluss – im Sommer wie im Winter. Das kalte Nass ist tatsächlich quasi ein Trainingsprogramm für unser Immunsystem: durch den sehr starken Kältereiz eines kühlen Gewässers setzt der Körper reflexartig die Energiereserven in Körperwärme um. Damit schützt er sich vor einer Unterkühlung. Wird das oft geübt, geht dieser Vorgang immer schneller vonstatten und der Körper lernt, sich sofort an die Umgebungstemperatur anzupassen. Blutuntersuchungen unmittelbar vor und nach einem 150 Meter Winterschwimmen (6 Grad Celsius) haben auch gezeigt, dass die weissen Blutkörperchen im Blut durch die Kälte signifikant zunehmen, so dass ein besserer Schutz vor Entzündungen gewährleistet ist.

 

Insgesamt ist es wichtig, dass du nicht zu lange in einem eiskalten Gewässer bleibst, um dein Immunsystem nicht zu überfordern. Je nach eigenem Körpergefühl bleiben Eisbader zwischen einigen Sekunden und wenigen Minuten im Wasser. Das Ziel sind nicht Erkältungen und Erfrierungen, sondern ein besser funktionierender Organismus! Geh es langsam an! Beginne den kalt/warm Wechsel beim Saunieren und dusche dich zwischen den Saunagängen eiskalt ab oder steige in die Eiswanne. Wenn du direkt in ein freies Gewässer möchtest, kannst du ja im Herbst beginnen, wenn das Wasser noch nicht so kalt ist, und dann deinen Schwumm wöchentlich wiederholen. Achtung: Überschätze deine Schwimmkünste nicht und achte deshalb auf die Wassertiefe! Gerade in der Kälte solltest du nicht zu viel riskieren.




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